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Die USGA will den Spin bei Schlägen aus dem Rough limitieren

Präzise Teeshots sollten wieder in den Vordergrund gerückt werden

02.03.2007  Tour-Statistiken belegen, dass Spieler, die kürzere Abschläge haben, dafür aber genauer spielen und das Fairway vom Abschlag treffen gegenüber Longhittern benachteiligt sind. Longhitter können mit den heute üblichen modernen Bällen und Schlägern nach verzogenen Abschlägen auch aus dem Rough dem Ball noch so viel Spin mitgeben, dass sie die Fahne direkt und gezielt aus größerer Entfernung angreifen können. Das soll sich bald ändern, die USGA (US Golf Association) will die Form der Grooves - das sind die Rillen in der Schlagfläche, die den Spin ermöglichen - beschränken, sodass in es in Zukunft nur mehr bedingt möglich sein wird, dem Ball (speziell beim Schlag aus dem Rough) Spin mitzugeben.

Die historische Bedeutung der Driving Genauigkeit soo wieder hergestellt werden

Es ist dies ein gemeinsamer Vorschlag der USGA und des Royal & Anciant Golf Club (R&A), den beiden weltweit für die Golfregeln verantwortlichen Gremien. Der R&A spricht in diesem Zusammenhang von "einem Weg, die historische Bedeutung der Driving Genauigkeit wiederherzustellen".

Rillen auf der Schlagflächen waren erstmals 1987 ein Thema, als Mark Calcavecchia die Honda Classic gewann, indem er mit einem Ping Eye2 Eisen den Ball aus dem Rough schlug und trotzdem kontrolliert am Green durch den Rückwärtsdrall stoppen konnte. Die USGA urteilte damals vorschnell, dass es keine Vorteile für den Spieler durch die Rillen auf der Schlagfläche gibt.

Ping Gründer Karsten Solheim und die USGA bzw. die PGA Tour einigten sich einige Jahre später in einem Rechtsstreit, dass die U-förmigen Rillen und damit die Ping Eye2 Eisen auf der Tour erlaubt sind.

Kehrtwende: Weg von den Longhittern hin zu den golferischen Fähigkeiten

Dick Rugge, Senior Technical Director der USGA sagt: "Vor 20 Jahren hatten wir nicht die technischen Möglichkeiten, die Auswirkungen von Spinraten auf Bälle, die aus dem Rough geschlagen werden, zu studieren und zu analysieren". Demnach dreht sich ein Ball, der mit einem 5er Eisen mit U-förmigen Grooves aus dem Rough gespielt wird, mit 7.000 Umdrehungen pro Minute. Wird der selbe Ball mit einem Schläger mit V-förmigen Rillen geschlagen, dann dreht sich der Ball nur mit 4.000 Umdrehungen pro Minute.

John Solheim, CEO von Ping und Sohn des Firmengründers, sagt "Wir werden uns die Ergebnisse anschauen und analysieren. Es betrifft uns immer, wenn die USGA  Regeländerungen plant, die Produktverbesserungen betreffen bzw. einschränken. Golfer vertrauen auf unsere Innovationen, weil sie damit mehr Spaß beim Golfen haben.

David Rickman, Director of Rules und Equipment Standards des R&A, sagt: "Es gibt klare Beweise dafür, dass spezielle Rillen den guten Spielern ermöglichen, mehr Spin auf den Ball zu bringen - insbesondere mit den modernen Golfbällen. Durch das Limitieren des Spin, der bei einem Schlag aus dem Rough erzeugt werden kann, legen wir die Betonung wieder mehr auf die Genauigkeit des Abschlags und die Fähigkeit aus dem Rough einen Recovery-Schlag zu machen. Die golferischen Fähigkeiten sollten damit wieder stärker in den Vordergrund gestellt werden und nicht die Spieler, die das bessere Material haben".

Jack Nicklaus, 67 Jahre und 18-facher Major Sieger, sagt zu den geplanten Änderungen:
"Es ist ein erster Schritt, den ich begrüße. Weitere werden folgen müssen. Der Durchschnittsgolfer von heute verwendet einen High-Tech Ball und einen High-Tech Schläger. Wenn wir es schaffen, den Ball 10% kürzer werden zu lassen, dann kommen allein in den USA wieder ca. 18.000 Golfplätze zusätzlich für das professionelle Tourgolf ins Spiel, die bisher einfach zu kurz waren.


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