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WIFI Golfstudie in Himberg präsentiert

Der durchschnittlicher Golfer gibt jährlich 3.100 Euro für sein Hobby aus

29.03.2007  Der Golfsport hat sich in Österreich kräftig entwickelt und wird weiter wachsen. Gab es 1988 erst 35 Plätze und 9.800 Spielerinnen und Spieler, so waren es 2006 bereits 147 Plätze mit 96.000 Golfern. Zurzeit spielt jeder 86. Österreicher Golf. Laut Prognose werden es 2015 rund 175.000 Spieler auf 200 Plätzen sein. Dies geht aus
der neuen WIFI-Golfstudie 2006 hervor, die in einem Pressegespräch im Colony Golfclub in Himberg der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Die vom WIFI Unternehmerservice in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Golfverband ÖGV und der Ennemoser Wirtschaftsberatung ausgearbeitet Studie bietet Entscheidungsgrundlagen für Zukunftsprojekte, Vergleichszahlen (Benchmarks) für bestehende Anlagen, aktuelle Zahlen, Zukunftsprognosen und mögliche Strategien. "Wir sehen es als unsere Aufgabe an, Entscheidungsgrundlagen für die Wirtschaft zu
liefern", betonte WIFI Kurator Dr. Michael P. Walter anlässlich der Präsentation der Studie im Golfclub Himberg. "Die WIFI Golfstudie erscheint nun nach 1988, 1993 und 2000 das vierte Mal und hat sich zu einem Standardwerk für die betriebswirtschaftliche Seite des Golfsports entwickelt. Aus der WIFI-Golfstudie 2006 haben wir fünf Strategien für die Zukunft abgeleitet."

"Starkes Wachstum und Serviceorientierung gegenüber unseren Mitgliedern sind die zentralen Herausforderungen der Zukunft", erklärte Robert Fiegl, Generalsekretär des Österreichischen Golfverbandes. "Mit der Studie 2006 können wir aktuelle Benchmarks zur Verfügung stellen und Strategien für die Zukunft anbieten." Der Autor der Studie, Dr. Klaus Ennemoser, dazu: "Golfanlagen müssen stärker auf den lokalen Markt und den Verwendungszweck zugeschnitten werden. Ähnlich wie in der Automobilindustrie, wo es von einem Modell eine breite Palette gibt, müssen auch Golfplätze für Marktnischen konzipiert werden". Neben der Strukturierung gibt es vier weitere Strategien: die Klassifizierungen der Golfanlagen, Kooperationen, Jugendförderung und die erweiterte
Ausbildung der Mitarbeiter.

Die Problemkreise sind Fluktuation, Mitgliedergewinnung und Kundenbindung. Der Zuwachs im vergangenen Jahr betrug 8.500 Spielerinnen und Spieler, gleichzeitig waren aber auch 2.700 Austritte zu verzeichnen. Golfer zeigen  immer weniger Bindungsabsicht an einen bestimmten Club und üben den Sport auf unterschiedlichen Plätzen aus. Im
Schnitt dauert es sieben Jahre, bis eine Golfanlage mit 500 oder mehr Mitgliedern ausgelastet ist.

Während in den letzten zehn Jahren die Jahresbeiträge (plus 23 Prozent) und Greenfees (plus 38 Prozent) über dem Verbraucherpreis-Index gestiegen sind, sind die Aufnahmegebühren (minus 34 Prozent) drastisch zurückgegangen. Auch zeigt sich deutlich, dass jüngere Golfanlagen häufig nur geringere Preise am Markt platzieren können. Für alle Anlagen gilt weiters, dass die Preisdurchsetzung zur Herausforderung wird.

Der durchschnittliche Golfer gibt jährlich 3.100 Euro für sein Hobby aus. Die Tagesausgaben eines Golfurlaubers liegen bei 300 Euro. Insgesamt beträgt das Umsatzvolumen von Golf in Österreich 832 Millionen Euro. Daraus wird - durch Multiplikator-Effekte - ein jährliches Regionaleinkommen von 2,7 Milliarden Euro generiert. 62 Prozent davon entfallen auf den Golftourismus. Der Golfhandel setzt in Österreich ca.
45 Millionen Euro jährlich um.

Die durchschnittliche Golfanlage erwirtschaftet einen Cash-Flow (vor Pacht und Zinsen) von 29,4 Prozent der Betriebserlöse, wobei die Erlöse 810.000 Euro und die Betriebsaufwände 593.000 Euro betragen. Die Wirtschaftlichkeit der Anlagen hat sich gegenüber den vorherigen Vergleichen weiter verbessert. Zu beobachten ist ein Trend zur Qualität:
Gestiegen sind der Platzpflege- und der Personalaufwand. Alle Anlagen verfügen über Kapazitätsreserven. Die mittlere Auslastung liegt bei 45 Prozent. An durchschnittlich 226 Betriebstagen könnten auf einem 18-Loch-Platz 40.000 Runden gespielt werden.

Für die Golfanlage der Zukunft spielen ein günstiger Preis, Erlebnis und kurze Spielzeit eine Rolle. Im dichter werdenden Wettbewerb muss ein verstärktes Augenmerk auf die Positionierung und auch Markenbildung gelegt werden. Es wird deshalb in absehbarer Zeit ein Klassifizierungssystem ähnlich der Hotellerie geben, meinen die Autoren der Studie. Low-Budget-Anlagen werden die Betriebskosten optimieren und den Preis für eine Runde vom Markt her ableiten. Im Hochpreissegment positionierte Anlagen werden bestrebt sein müssen, den Kunden immer die beste Qualität zu bieten.

Rückfragehinweis:

    Wirtschaftskammer Österreich
    WIFI Unternehmerservice
    Mag. Claudia Scarimbolo
    Tel.: (++43) 0590 900-3647
    mailto:claudia.scarimbolo@wko.at
    www.wifi.at

Wirtschaftsberatung Ennemoser


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