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Tiger Woods gewinnt die 108.US Open in Torrey Pines am 19.Loch des Stechens

Rocco Mediate schrammt denkbar knapp an einer Sensation vorbei

Holt sich sein 14.Major: Tiger Woods (USA)
16.06.2008 Mit Tiger Woods (USA) gewinnt zwar der große Favorit die 108. US Open in Torrey Pines im Großraum San Diego, Kalifornien - doch die Art und Weise wie der Sieg des Weltranglisten-Ersten zustande kommt ist außergewöhnlich. Der die Szene seit Jahren dominierende 32-Jährige Tiger Woods triumphiert in einem denkbar spannenden Playoff 18-Loch Playoff, das auch noch nicht die Entscheidung bringt letzten Endes erst am ersten Extraloch gegen seinen Landsmann Rocco Mediate und holt mit dem dritten US-Open-Erfolg nach 2000 (Pebble Beach) und 2002 (BethPage Black) seinen insgesamt 14. Major-Titel.

Tiger Woods gewinnt mit Knieproblemen sein 14.Major

Doch der Reihe nach: Nach vier gespielten Runden liegen Sonntag Abend Ortszeit Tiger
Holt sich den dritten Platz: Lee Westwood (England)
Woods
und Rocco Mediate schlaggleich in Führung, was bedeutet, dass es am Montag zu einem 18-Loch Playoff kommt (die US Open sind die einzige verbliebene Golf-Großveranstaltung, bei der es noch ein 18-Loch Playoff gibt). Tiger Woods, der nach seiner Knieoperation Anfang April (am Dienstag nach dem Masters) noch mit Problemen im linken Knie zu kämpfen hat und zeitweise die Teeshots mit dem Driver mit schmerzverzerrten Gesicht absolviert, hat während der regulären vier Runden eine Hochschaubahn an Gefühlen mitzumachen. Mal spielte er schlechtes Golf (er muß unter anderen einige Doppelbogeys hinnehmen), dann aber spielt Tiger Woods wieder phasenweise Golf wie von einem anderen Stern (mit mehreren Eagles und  Putts aus 19 Metern und mehr die fallen). Tiger Woods geht mit dem wieder erstarkten Lee Westwood (England) im letzten Flight in die Finalrunde. Im Flight davor spielt der 45-jährige Rocco Mediate, der vor sechs Jahren sein letztes Turnier auf der US PGA Tour gewonnen hat und der plötzlich mit einem Schlag Vorsprung auf Tiger Woods und Lee Westwood in Clubhaus ist. Tiger schafft am 72.Loch ein Birdie, das ihn ins Stechen rettet, Lee Westwood spielt das Par, was für den Engländer den alleinigen dritten Platz bedeutet.

Verlängerung der Verlängerung

Das 18-Loch Stechen am Montag entwickelt sich dann zum Thriller. Eigentlich dachten alle, dass Tiger Woods mit Rocco Mediate kurzen Prozess machen würde - aber es kam anders. Am Par 3 von Loch 3 schlägt Tiger Woods seinen Schlag tief in den Bunker, der Ball liegt wie ein Spiegelei unter der Bunkerkante. Der scheinbar unbeschwert spielende Rocco Mediate hingegen Locht deinen Schlag fast ein und schrammt damit knapp an einem Hole in One vorbei. Mit einem Birdie für Rocco Mediate und einem Bogey für Tiger Woods dreht der Außenseiter Mediate das Ergebnis zu seinen Gunsten. Dann aber dreht Tiger Woods auf, nach den Back-Nine liegt er bereits drei Schläge vorne und alle dachten, dass damit das Playoff gelaufen sein. Eine Schwächeperiode von Woods und ein paar gute Schläge von Rocco Mediate drehen allerdings das Ergebnis wieder total um, sodass nach dem 17.Loch im Playoff Rocco Mediate erneut einen Schlag vor Tiger Woods liegt. Aber Tiger schafft erneut das Birdie am letzten Loch und erzwingt somit  die Verlängerung des  Stechens, das ab sofort nach dem Sudden Death Modus gespielt wird. Diesmal macht Tiger Woods allerdings gleich alles am ersten Extraloch (in dem Fall Loch 7) klar - er spielt ein par während Rocco Mediate nur das Bogey scort.

Spaßvogel Rocco Mediate fordert Tiger Woods heraus

"Oh mein Gott!", sagt Rocco Mediate als erstes, als er im Interview auf die Runde angesprochen wurde. "Ich habe noch nie mehr Spaß gehabt, es ist einfach verrückt", sprudelt es aus ihm heraus: "Es ist so schwer, ihn zu schlagen. Ich habe wirklich alles gegeben. Ich lag nach zehn Löchern drei Schläge zurück, da hätte es ziemlich schnell gehen können und dann plötzlich, bang, bang, bang, hole ich mir die drei Schläge zurück, gehe sogar in Führung!"
Woods wiederum kann sein Glück kaum fassen: "Ich habe keine Ahnung, wie es dazu kommen konnte, aber ich bin sehr, sehr glücklich, 91 Löcher gespielt und gewonnen zu haben. Es ist beinahe unwirklich". Diese US Open seien das großartigste Turnier gewesen, das er jemals gespielt habe.

Mit dem Triumph schreibt Woods ein weiteres Kapitel Golfgeschichte und macht erneut  einen großen Schritt hin zu seinem Ziel, den Rekord des legendären Jack Nicklaus von 18 gewonnenen Major-Titeln einzuholen: Vier Siege fehlen noch, dann liegen Woods und der „Golden Bear“ gleichauf.

Endergebnis

Hier noch das Endergebnis nach den regulären vier Runden: Tiger Woods -1/283 (69+71+72+71), Rocco Mediate -1/283 (72+68+70+73). Platz drei für Lee Westwood mit Even Par, dahinter der Schwede  Robert Karlsson und D.J.Trahan (USA) am geteilten vierten Platz mit +2/286, dahinter Carl Pettersson (Schweden), John Merrick (USA) und der Spanier Miguel-Angel Jimenez auf dem geteilten sechsten Platz mit +3/287. Den neunten Platz teilen sich unter anderen Heath Slocum (USA), Brand Snedecker (USA), Camilo Villegas (Kolumbien) und Geoff Ogilvy (Australien) mit +4/288. Weiters in den Top-20: Die beiden Südafrikaner Retief Goosen und Ernie Els (beide haben die US Open jeweils zwei Mal gewonnen) sowie Sergio Garcia (Spanien) und Phil Mickleson (USA).

2009 weden die US Open in BethPage im Staat New York ausgetragen.


Homepage US Open
Homepage Torrey Pines


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