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Angel Cabrera gewinnt das 73. US Masters in Augusta im Stechen am zweiten Extraloch


Zweiter Major Titel für den sympathischen Argentinier

Masters Champ 2009: Angel Cabrera (Argentinien)
13.04.2009  Trotz seines US-Open-Triumphs vor zwei Jahren in Oakmont passt der in sehr einfachen Verhältnissen aufgewachsene Angel Cabrera aus Cordoba, Argentinien noch immer nicht so recht in die Glamour-Welt des Profigolf. Der hauptsächlich auf der European Tour spielende 39-jährige Argentinier spricht nur gebrochenes Englisch, noch immer muss ein Dolmetscher ihn unterstützen, wenn er ein Interview gibt, noch immer kann er die Fragen bei Pressekonferenzen nicht ohne die Hilfe eines Übersetzers beantworten. Und noch immer mag er kaum etwas erzählen, wenn er sich der internationalen Presse zu stellen hat. Nach seinem US Open Sieg in Oakmont 2007 wurde sein Spruch berühmt "Andere haben einen Mentaltrainer - ich rauche eine Zigarette". Mittlerweile hat der bullige Argentinier - seine Gedrungenheit und sein etwas watschelnder Gang haben ihm auf der Tour den Spitznamen „The Duck“ (die Ente) eingebracht - das Rauchen eingestellt aber Mentaltrainer hat er noch immer keinen.

Angel Cabrera ist der Master Champion 2009

Aus im Stechen: Chad Campbell (USA)

Dieser Angel Cabrera ist der Masters-Champion 2009. Der 39-Jährige Argentinier bezwingt am zweiten Extraloch, der zehnten Spielbahn, den Amerikaner Kenny Perry. Dessen Landsmann und Ryder Cup Kollege Chad Campbell hatte bereits am ersten Extraloch das Nachsehen gehabt. Cabrera ist der erste Südamerikaner, der das prestigeträchtige erste Major der Saison für sich entscheiden kann.
 
Angel Cabrera, Kenny Perry und Chad Campbell im Play-off

Die drei Erstplatzierten beenden die vier Runden im Augusta National, Georgia mit einem Gesamtscore von 276 Schlägen (-12). Vierter mit insgesamt 278 Schlägen wird der "Cowboy" aus Japan Shingo Katayama, Platz fünf mit 279 Schlägen belegt Phil Mickelson. Einen weiteren Schlag zurück folgt eine vierköpfige Gruppe mit Tiger Woods, Steve Flesch, Steve Stricker und John Merrick (alle USA).

Kenny Perry zeigt am Ende Nerven
 
Geschlagen: Kenny Perry (USA)
Nach 17 Bahnen hatte Perry schon wie der sichere Sieger ausgesehen und zwei Schläge Vorsprung, dann aber Nerven gezeigt und auf den letzten beiden regulären Löchern jeweils ein Bogey fabriziert.
Am ersten Extraloch (Par 4, Loch 18) hat Cabrera dann ein zweites Mal großes Glück, als er den Ball zunächst in den Wald schlägt, aus einer aussichtslosen Lage beim zweiten Schlag der Ball dann gegen einen Baum prallt worauf der Ball wieder aufs Fairway springt. Mit einem perfekten Pitch liegt Cabrera ca. zwei Meter von der Fahne. Sowohl Kenny Perry als auch Chad Campbell spielen schlechte Annäherungen, beide benötigen einen dritten Schlag um am Grün zu sein. Perry und Cabrera lochen ihre Putts, Campbell scheidet aus.
Die Entscheidung fällt am zweiten Extraloch (Loch 10, Par 4), als Perry am mit einem verzogenen Annäherungsschlag das Grün verpasst während Cabrera das Grün trifft. Perry spielt Bogey, Cabrera reicht das Par zum Masters-Sieg.
 
Cabrera: "Ich kann es nicht glauben"

"Es ist unglaublich", stammelt Angel Cabrera in einem ersten Statement nach dem Mega-Triumph, der ihm ein Preisgeld von 1,35 Millionen Dollar einbringt: "Ich kann nicht glauben, ein so großes Turnier gewonnen zu haben mit all diesen Spielern im Feld, nein, ich glaube es noch immer nicht." Er habe eine Gänsehaut gehabt, als Vorjahressieger Trevor Immelman (Südafrika) ihm das Green Jacket umlegt: "Ich habe gezittert. Es gibt keine Worte dafür, was in meinem Körper in diesem Augenblick alles passiert ist." Dieser Sieg bedeute ihm "die Welt".
"Der Erfolg bei den US Open kam vollkommen überraschend", meinte er, "auf diesen Sieg hier bin ich viel besser vorbereitet".

Angel Cabrera stammt aus äußerst einfachen Verhältnissen. Im Alter von nur zehn Jahren musste er die Schule verlassen, um als Caddie zu arbeiten und die Familie so finanziell zu unterstützen. Seit dem Triumph bei den US Open 2007 in Oakmont allerdings ist er in Argentinien ein Superstar.
 
Perry: "Ich war nervös"

"Ich werde wohl nie mehr eine solche Chance bekommen", seufzt indes Kenny Perry nach seiner Runde: "Ich hatte die Möglichkeit, das Turnier zu gewinnen. Ich habe es verloren." Er werde nun jedoch nicht den Kopf hängen lassen und den Mut verlieren: "Ich habe hart gekämpft. Ich war nervös." Es habe einfach nicht sein sollen. "Und wenn das das Schlimmste ist, was mir passiert, kann ich damit leben", so Perry weiter.

1996 bei der PGA Championship im Valhalla Golf Club in Louisville, Kentucky (der heimat von kenny Perry) hatte er schon einmal ein Playoff auf denkbar unglückliche Weise verloren, damals gegen Mark Brooks. Mit 48 Jahren, acht Monaten und zwei Tagen wäre Perry der älteste Major-Champion aller Zeiten gewesen, nun bleibt dieser Rekord bei Julius Boros, der die PGA Championship 1968 im Alter von 48 Jahren und vier Monaten gewann.

Traumflight Tiger Woods und Phil Mickelson

Die Paarung Phil Mickleson und Tiger Woods (beide USA) war zweifelsohne spannender als der Schlussflight mit Kenny Perry und Angel Cabrera, allerdings starteten die beiden Superstars der Golfbranche mit jeweils sieben Schlägen Rückstand auf Perry und Cabrera in die Finalrunde, arbeiteten sich im Laufe der Finalrunde zwischenzeitlich bis auf einen Schlag Rückstand an die Führenden heran - ehe sie schwächelten und ihre Chancen begruben.
Mit sechs Birdies auf den Front-Nine stahl Phil Mickelson Tiger die Show. Aber im Amen Corner auf Loch 12 (Par 3) war die Party von Mickelson vorbei - sein Schlag war zu kurz und rollte zurück ins Wasser.
"Das Doppel-Bogey an der Zwölf hat ohne Zweifel geschmerzt", sagt Phil Mickelson. Er habe es mit dem Eisen neun über den Bunker versuchen wollen, weil er mit dem Schlag schon öfter gute Erfahrungen gemacht habe an dem Loch: "Aber das war einfach ein schrecklicher Schwung, nachdem ich davor so viele gute Eisen gespielt hatte. Und den Ball so weit nach rechts zu verziehen, das war natürlich folgenschwer."
 Nachdem er auf den ersten neun Löchern nur 30 Schläge gebraucht hatte, sei er "natürlich sehr enttäuscht darüber", wie er die zweiten Neun gespielt habe.
 
Woods: Probleme beim Schwung

Woods wiederum sagt, er habe den ganzen Tag mit seinem Schwung zu kämpfen gehabt: „Doch irgendwann habe ich ihn notbehelfsmäßig verpflastert und mit diesem Schwung tatsächlich noch fast das Turnier gewonnen." Doch schon beim Aufwärmen habe er kein gutes Gefühl gehabt: "Und dann hätte ich den Ball ja am allerersten Loch auch noch fast aufs achte Fairway befördert. Das war einer der schlechtesten Abschläge, mit denen ich jemals eine Runde begonnen habe." Auf die Frage, ob er denn wisse, woran die Probleme beim Schwung lägen, antwortete er nur: "Es war einfach schrecklich. Ich habe keine Ahnung, was da vor sich ging." Dann marschierte er von dannen. Tiger begräbt seine Chancen allerdings erst mit den beiden Bogeys auf den letzten beiden Löchern.

Statistik, Statistik,...

Der Sieg beim Masters hievt Angel Cabrera von der Weltranglistenposition 69 auf den 18. Platz. Cabrera ist übrigens (seit Beginn der Weltrangliste 1986) der Masters Champion mit der zum Zeitpunkt des Sieges schlechtesten Weltranglistenplatzierung.

Die europäischen Golfer erlitten in Augusta diesmal eine Schlappe. Bester wurde der Nordire Graeme McDowell als geteilter 17. Padraig Harrington, Sergio Garcia,.. lagen noch weiter hinten.

Cabrera's Triumph in Augusta ist der erste Masters Sieg eines Südamerikaners. 1968 wurde sein Landsmann Roberto de Vicenzo einer der unglücklichsten Verlierer aller Zeiten in der Geschichte der Major Turniere. De Vincenzo hätte damals das Playoff mit dem Amerikaner Bob Goalby erreicht, als sich herausstellte, dass sein Flightpartner Tommy Aaron Loch 17 (Par 4) mit Par eintrug und De Vincenzo die Scorecard signierte obwohl er tatsächlich Birdie spielte. Die Regeln besagen in diesem Fall dass der höhere Score gewertet wird - De Vincenzo wurde nur Zweiter. De Vincenzo gewann ein Jahr davor (1967) die British Open in Royal Liverpool.


Homepage Masters

Trevor Immelman gewinnt das Masters 2008 (14.04.2008)

Zach Johnson gewinnt das Masters 2007 (09.04.2007)


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