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Charl Schwartzel (Südafrika) gewinnt das Masters in Augusta

Eine souveräner Putter sichert Schwartzel den Sieg beim Masters

Master Champion 2011: Charl Schwartzel (Südafrika)
11.04.2011  Das heurige Masters in Augusta ist in vielerlei Hinsicht ein Highlight. Das Wetter war vier Tage lang prächtig (blauer Himmel, Sonnenschein) und golferisch ist der Ausgang des Turniers offen wie schon lange nicht mehr. Rund zehn Golfer spielen am Finaltag um den Sieg mit - es ist ein offener Schlagabtausch, ein Golfkrimi mit wechselnden Führenden am Leaderboard, mit einem überraschenden Sieger am Ende.

Aber der Reihe nach: Das erste Major des Jahres - das Masters am Augusta National Golf Club in Augusta - fordert auch heuer wieder einige Cut-Opfer, unter anderen erwischt es den deutschen Weltranglisten-Ersten Martin Kaymer, der beim vierten Antreten das vierte Mal den Cut verpasst. Besser ergeht es den jungen Nordiren Rory McIlroy, der drei Tage lang beim Masters in Führung liegt und souverän seine Runden abspult. Schläge und Putts gehen ihm locker von der Hand, selbst die riskantesten Schläge mit dem Driver durch die engen Abschlaggassen in Augusta funktionieren blendend. Schließlich schafft sich Rory McIlroy einen polster in Form eines 4-Punkte Vorsprungs nach der dritten Runde. Aber sollte das reichen? McIlroy gilt zwar als eines der größten Talente des Weltgolf - aber er hat auch schon zwei Mal bei Major Turnieren Nerven gezeigt: 2010 bei den Britisch Open war er Führender nach der ersten Runde und hat dann - allerdings auch benachteiligt durch den Wind - seine Führung vergeigt. Und auch bei der PGA Championship 2010 in Wistling Straits konnte er letzten Endes nicht mit dem Führungstrio Martin Kaymer, Bubba Watson und Dustin Johnson mithalten.  

Hochkarätiges Verfolgerfeld

Wartet weiter auf seinen ersten Major Sieg: Adam Scott (Australien)

Und die Meute die Rory McIlroy auf den Fersen ist liest sich wie das Who is Who im Weltgolf: Angel Cabrera aus Argentinien, Masters Champion 2009 und zweifacher Major Sieger spielt im letzten Flight mit Rory McIlroy, weiters Tiger Woods (USA), der stellenweise wieder sein Können wie in alten Zeiten aufblitzen lässt und die Zuschauermassen in Augusta zu Jubelstürmen hinreißt. Weiters im Verfolgerfeld: Die Australier Adam Scott, Geoff Ogilvy und Jungstar Jason Day sowie der Koreaner K.J. Choi und Luke Donald aus England.

Das Leiden des Rory McIlroy

Tragischer Held: Rory McIlroy (Nordirland)
Bereits am ersten Loch beginnt das Leiden des jungen Rory McIlroy. Nur ein Bogey auf dem Par 4 - noch ist zwar nichts verloren, aber psychologisch ist der Bogey-Start nicht gut, die Verfolgen kommen näher. Auf Loch zwei spielt McIlroy ein Par - aber er zeigt wieder Nerven. Der Teeshot landet im Fairwaybunker. Um trotzdem mit dem zweiten Schlag das Grün zu erreichen wählt der Nordire die aggressive Variante mit einem langen Eisen aus den Bunker und trifft prompt nur die Bunkerkante - im Nachhinein eine falschen Entscheidung. Mit einem weiteren Bogey und einem Birdie auf den Front-Nine kann Rory McIlroy sein Spiel aber noch einigermaßen zusammenhalten, trotzdem haben einige seiner Verfolger zur Halbzeit zu ihm aufgeschlossen - unter anderen auch Tiger Woods, der Birdies in Serie und auch ein Eagles auf Loch 8 spielt. Auch der Südafrikaner Charl Schwartzel spielt groß auf: Ein Birdie auf Loch 1 (ein eingelochter Chip & Run aus großer Entfernung) und ein Eagle auf Loch 3 spülen ihn am Leaderborad nach oben. Auch die drei Australier Adam Scott, Geoff Ogilvy und Jason Day und der Koreaner K.J.Choi spielen sich langsam und unspektakulär nach vorne. Dann kommt Loch 10 in Augusta - an sich ein stinknormales Loch in Augusta - nicht aber für Rory McIlroy als Gejagter in der Finalrunde. Er verzieht den Teeshot nach links, kann zwischen den Häusern nur mehr quer rausspielen, landet dann nochmals im Wald und beendet das Loch schließlich mit 7 über (+4). Damit hat Rory McIlroy an einem Loch alle Siegchancen verspielt. Das nachfolgenden Bogey auf der 11 und das Doppelbogey auf der 12 machen die Katastrophe von Rory McIlroy perfekt. Mit einer 80er Runde fällt er schließlich auf den geteilten 15. Platz zurück und muss furchtbares Lehrgeld zahlen.
Im Feld der Jäger ändert sich die Führung im Halbstundentakt. Tiger Woods spielt die Back-Nine nicht mehr ganz so gut wie die Front-Nine, er kommt eine Stunde vor der Spitzengruppe als Führender ins Clubhaus. Am wunderschönen Par 3 von Loch 16 spielt derweil Adam Scott ein Birdie und bringt sich dadurch in aussichtsreiche Position, kurzzeitig scheint er der mögliche Sieger zu sein. Dann aber zündet der Südafrikaner Charl Schwartzel sein Birdiefeuerwerk. Nach den beiden Superschlägen zu Beginn der Runde (Birdie auf Loch 1 und Eagle auf Loch 3) ist es ruhig um Schwartzel geworden ehe er dann die 4 letzten Löcher (15, 16, 17, 18) alle mit Birdie spielt und damit einen 2 Punkte Vorsprung ins Ziel bringt.

Charl Schwartzel gewinnt das mit 7,5 Mio Dollar dotierte US Masters und damit das Green Jacket mit einem Gesamtscore von -14/274 (69+71+68+66) und damit auch das Preisgeld von 1,44 Mio US Dollar. Geteilte Zweite mit zwei Schlägen Rückstand werden Adam Scott und Jason Day (beide Australien). Mit weiteren zwei Schlägen Rückstand teilen sich Tiger Woods (USA), Luke Donalds (England) und Geoff Ogilvy (Australien) den vierten Platz. Siebenter wird Angel Cabrera (Argentinien), Achter der Koreaner K.J.Choi.

Der Masters-Sieg ist der mit Abstand größte Erfolg von Charles Schwartzel. Davor gewann Schwartzel zwischen 2004 und 2011 insgesamt sechs Turniere der European Tour, darunter heuer die Joburg Open in Johannesburg. 2010 wurde Charl Schwartzel immerhin Achter im Race to Dubai und gewann die Jahreswertung der südafrikanischen Sunshine Tour zum vierten Mal. Charl Schwartzel ist nach Gary Player (1974, 1978) und Trevor Immelman (2008) der dritte Spieler aus Südafrika der das Masters gewinnt.

"Ein sehr aufregender Tag für mich", schwärmt der frischgebackene US Master Champion Charl Schwartzel. "Die Atmosphäre ist einzigartig und phänomenal, ein absolutes Highlight in meiner Karriere. Ich wollte dieses Turnier immer gewinnen".

Masters (Homepage)
Charl Schwartzel (Wikipedia)
       
Phil Mickelson gewinnt das Masters 2010 (12.04.2010)
Angel Cabrera ist Masters Champion 2009 (13.04.2009)
Trevor Immelman gewinnt das Masters 2008 in Augusta (14.04.2008)
Zach Johnson gewinnt das Masters 2007 (09.04.2007)


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