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Victor Dubuisson (Frankreich) gewinnt die Turkish Open in Belek

Bernd Wiesberger landet bei dem mit 7 Mio Dollar dotierten Turnier mitten im Spitzenfeld

10,11.2013 - Die Turkish Airlines Open am Montgomerie Course des Maxx Royal Resorts in Belek an der türkischen Riviera hat einen Premierensieger, mit dem wohl keiner gerechnet hätte. Statt Tiger Woods (USA), der mit 3 Mio Dollar Startgeld nach Belek gelockt wurde, oder Henrik Stenson (Schweden) liegt am Ende der Franzose Victor Dubuisson ganz vorne - es ist sein erster Sieg auf der European Tour. 

Das dritte Turnier der Finals Serie der European Tour (die beiden vorhergehenden Turniere fanden in Shanghai statt, das Finale dann kommende Woche in Dubai) ist mit - für European Tour Verhältnisse - sensationell hohen 8 Mio Dollar dotiert. Die komplette Spitze der European Tour (u.a. Henrik Stenson, Graeme McDowell, Ian Poulter, Justin Rose,...) ist vertreten, dazu kommt noch Tiger Woods, der sich hier in der spielfreien Zeit der US PGA Tour ein sattes Körberlgeld dazu verdient und als Zugpferd für die Premierenveranstaltung der Turkish Open dient. Der Platz ist in einem hervorragenden Zustand und wurde - wie der Name schon sagt - von Colin Montgomerie designt. Mit den Hauptsponsoren Turkish Airline und Türkisches Ministerium für Kultur & Tourismus sorgen für den notwendigen finanziellen und Background. 

Designed by Colin Montgomerie

Duibisson geht mit fünf Schlägen Vorsprung in die Finalrunde - gejagt von Kalibern wie Tiger Woods, Ian Poulter und Henrik Stenson. Die Vorentscheidung fiel erst kurz vor Schluss: Dubuisson hatte schon fast seinen gesamten Vorsprung verspielt als er einen extrem langen Putt am 17.Grün sensationell zu einem Birdie locht. Der 23-jahre junge Franzose aus Cannes lag bis dahin nur eins unter Par für den Tag, sein Fünf-Schläge-Vorsprung war dahin geschmolzen, die Favoriten um Ian Poulter und Justin Rose hatten den Siegl wieder vor Augen. Dann stellte sich Dubuisson an den Ball, die Zeit schien still zu stehen. Die Haare fielen ihm über den Visor ins Gesicht. Er holte aus - und lochte diesen Putt, wohl einer der wichtigsten seiner noch jungen Karriere.

Dubuissons erster Sieg auf der European Tour (72. Turnier) ist gleichzeitig ein richtig großer. Mit sieben Millionen US-Dollar dotiert und vielen Weltranglistenpunkten versehen, die ihn nicht nur  in die Top 100 der Welt bringen. Dubuisson, der damit so gar nicht gerechnet hatte, wird unter die besten 40 der Welt vorstoßen. Noch nie war ein Franzose so hoch notiert. Die Einladung zum Masters ist wohl inklusive. So richtig realisieren konnte er das alles nicht. Im Gespräch mit den Journalisten fand er immer wieder keine Worte für seine Gedanken.
Seine Landsleute Gregory Bourdy und Gregory Havret kamen nach dem letzten Putt mit Champagner. So souverän er den Sieg mit zwei Schlägen Vorsprung (-24) ins Ziel gebracht hatte, so ungeübt zeigte sich Dubuisson in den Sekunden danach. Doch in diesem Moment wird ihm diese Tatsache herzlich egal gewesen sein.

"Es ist ein Traum, der wahr wird" Dubuisson konnte auch eine halbe Stunde nach seinem Triumph nur schwerlich Worte finden. Dass er so einen gigantischen Sprung in der Weltrangliste machen würde, musste man ihm zudem mehrmals bestätigen, dann sagte er, "uh, das Masters", er lachte. Das war Antwort genug.

Den zweiten Platz holte sich der Waliser Donaldson dank seiner starken 63 samt Ass an der 16 (-22). Dahinter teilen sich Justin Rose und Tiger Woods Rang drei (-20). Dabei hatte Rose nach furiosem Beginn am Ende leicht nachgelassen. Sein Par an der 11 und seine Bogeys an der 14 und speziell an der leichten 18 kosteten dem nun zweiten des Race to Dubai die Traumrunde und mindestens Position zwei.

Woods hingegen fand nie richtig in diesen Finalsonntag. Auch der Schlussspurt mit drei Birdies zwischen der 15 und 17 brachte ihn nicht mehr ganz vorne ran. Am Ende unterschrieb er eine 67, nicht Fisch nicht Fleisch, auch Woods selbst wird neben der Antrittsprämie und dem Preisgeld wohl nicht allzu aus der Türkei mitnehmen.  Auch der Führende im Race to Dubai, Henrik Stenson, fand keinen versöhnlichen Abschluss. Seine 69 bringt ihn auf 18 unter Par, der geteilte siebte Rang. Damit kann er die Führung vor Rose und Poulter verteidigen. Wie er in der kommenden Woche im Kampf gegen die Angreifer und sein leicht verletztes Handgelenk bestehen kann vermochte der Schwede am Sonntag nicht zu sagen.

Bravo Bernd Wiesberger!

Mitten in der Europa Elite: Bernd Wiesberger
Österreichs derzeitiger Parade-Golfer glänzte mit einer 64er Finalrunde, seine beste Runde des Turniers. "Das Wochenende war stark", sagte Wiesberger, der sich gleich aufmachte zum Flieger Richtung Dubai. Endlich fielen die Putts, der Unterschied zu den ersten beiden Tagen, als das Spiel funktionierte, der Putter jedoch nicht. Wiesberger kassiert für seinen geteilten siebenten Platz ein Preisgeld von 132.500 Euro.
So konnten die vielen österreichischen Urlauber im Finale ordentlich Krach machen, einige hatten den Weg auf die Anlage gefunden, was auch Wiesberger speziell freute, der die Stimmung gerne mitnahm, auch wenn er - wie Martin Kaymer - mitunter vor zu viel Andrang flüchten musste. 

Turkish Airlines Open (Homepage)

Montgomerie Maxx Royal (Homepage)


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