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Rory McIlroy gewinnt mit der PGA Championship am Valhalla GC sein viertes Major

Bernd Wiesberger spielt nach sensationellen drei Tagen mit Rory McIlroy im Schlussflight, fällt nach einer schwachen Finalrunde aber auf den 15. Platz zurück


PGA Champion: Rory McIlroy (Nordirland)
11.08.2014 -  Rory McIlroy (Nordirland) sichert sich mit dem Sieg bei der 96. PGA Championship am Valhalla Golf Club bei Louisville, Kentucky (Jack Nicklaus Design) seinen vierten Major-Titel.
Es wurde die erwartet spannende Finalrunde im Valhalla GC. Bernd Wiesberger (Österreich) lag nach dem dritten Spieltag sensationell auf Rang zwei (!), nur einen Schlag hinter dem Führenden Rory McIlroy. Das gab es in der Geschichte des Golfsports noch nie dass ein Österreicher am Finaltag eines Major Turniers im letzten Flight spielte. Top-Spieler wie Rickie Fowler, Phil Mickelson, Jim Furyk (alle USA), Henrik Stenson (Schweden) oder Jason Day (Australien) brachten sich am Samstag ebenfalls in eine aussichtsreiche Position. Das Wetter spielte allerdings nicht mit. Starkregen führte zu einer zweistündigen Unterbrechung. Der Platz stand binnen weniger Minuten komplett unter Wasser, die Spieler wurden ins Clubhaus geschickt. Zu diesem Zeitpunkt war noch keiner der Topspieler auf dem Platz unterwegs, eine Beendigung der Finalrunde am Sonntag war zu diesem Zeitpunkt fraglich.


Statt um 13.55 Uhr Ortszeit ging die letzte Gruppe bestehend aus Rory McIlroy und
Erwischte keine gute Finalrunde: Bernd Wiesberger (Österreich)
Bernd Wiesberger erst um 16.20 Uhr auf die Runde. Das mit Spannung erwartete Finale war eröffnet. Und früh war klar: Es wird keine McIlroy-Show. Der Nordire hatte Probleme, lag nach sechs gespielten Löchern zwei über Par und gab zwischendurch sogar die Führung ab. Fowler, Mickelson und Henrik Stenson setzten sich abwechselnd an die Spitze. Bernd Wiesberger konnte seine präzischen Schläge der Vortage nicht abrufen und spielte so zu keinem Zeitpunkt um den Sieg mit. Als es auf die Back Nine ging hatte Rory McIlroy Rückstand - dann allerdings kam das Eagle auf Loch 10. McIlroy platzierte seinen zweiten Schlag zweieinhalb Meter an die Fahne, der anschließende Putt ging ins Loch. Ab diesem Zeitpunkt wendete sich alles zum Guten für den 25-Jährigen Nordiren. Ein weiterer Schlaggewinn auf Loch 13 brachte ihn die geteilte Führung. Die Vorentscheidung folgte auf dem vorletzten Loch, wo McIlroy ein erneutes Birdie notierte und nach Fehlern seiner Konkurrenten mit zwei Schlägen Vorsprung an den Abschlag des abschließenden Par 5 trat.

Auf Augenhöhe mit Tiger Woods und Jack Nicklaus

Die Sonne war zu diesem Moment schon fast verschwunden. Mickelson's Chip zum Eagle verpasste das Loch nur um wenige Zentimeter und damit war klar, dass McIlroy das Par reichen würde. Nach etwas zittrigem Abschlag Richtung Wasser auf der rechten Seite fiel sein fünfter Schlag zur 68 und der vierte Major-Sieg war perfekt. Er ist damit nach Tiger Woods und Jack Nicklaus der drittjüngste Spieler mit vier Major-Titeln. Zudem ist er erst der fünfte Profi, der die Open Championship und die PGA Championship in einem Jahr gewinnen konnte. "Es war nicht einfach", sagte McIlroy. "Ich habe keinen guten Start erwischt. Ich brauchte meine Zeit und musste auf etwas Besonderes warten. Dies kam dann am zehnten Loch. Das Eagle war der Wendepunkt."


Bei 15 unter Par und damit einen Schlag hinter McIlroy beendete Phil Mickelson die

Wieder top aber kein Sieg: Rickie Fowler (USA)
diesjährige PGA Championship. Der US-Amerikaner hielt sich mit spektakulären Schlägen und gelochten Putts aus riesigen Entfernungen im Titelkampf und bot den Zuschauern wieder mal eine unterhaltsame Show. "Das Bogey an der 16 war letztendlich sehr teuer", so Mickelson nach der Runde. "Es hat Spaß gemacht, um den Titel mitzuspielen und einige Birdies zu machen. " Platz drei teilten sich Henrik Stenson und Rickie Fowler bei -14. Der Schwede war seinem ersten Major-Titel sehr nah, als er zwischenzeitlich in geteilter Führung lag. Mit einer 66 gelang ihm die beste Runde der Top 4. Fowler setzte seine beeindruckende Major-Bilanz in dieser Saison fort und beendete nun alle vier Major Turniere in den Top 5. Nach Woods und Nicklaus ist er erst der dritte Spieler, dem das gelingt. "Ich hatte das Gefühl, dass ich hätte gewinnen können", sagte Fowler. "Ich bin enttäuscht. Sobald ich es aber sacken lasse, kann ich sehr stolz sein."

Bernd Wiesberger hält Druck nicht stand
"Alles, was jetzt kommt, ist ein Bonus", hatte Bernd Wiesberger nach der 65 am Samstag gesagt. Er ging mit einem Schlag Rückstand auf McIlroy in die Finalrunde, kam aber nicht so Recht in Tritt. Nach einem Bogey auf der Sechs schien die Luft ein wenig raus zu sein und der Österreicher sollte nichts mit dem Titel zu tun haben. Wiesberger gelang kein einziges Birdie in der vierten Runde, der Österreicher kassierte jedoch drei Bogeys. An einem Tag, an dem sehr niedrige Ergebnisse möglich waren, fiel er mit einer 74 auf den geteilten 15. Rang bei -9 zurück. Es ist dennoch sein mit Abstand bestes Resultat bei einem Major und bring ihm knapp 100.000 Euro Preisgeld. Mit dem 15. Platz verpasst Bernd auch die Chance eine neue Bestmarke in der Major Geschichte Österreichs aufzustellen. Markus Brier setzte im Jahr 2007 mit einem 12. Platz bei den Open Championship im schottischen Carnoustie das bisherige Highlight.

Der Beginn einer neuen Ära?

Tiger Woods war die prägende Figur der vergangenen knapp zwei Jahrzehnte. Er dominierte die Golfwelt, gewann insgesamt 14 Major-Turniere und war Vorbild einer ganzen Generation. Doch Woods’ Dominanz gehört der Vergangenheit an. Mit Blick auf seine Verletzungsprobleme der vergangenen Monate muss man damit rechnen, dass er möglicherweise nicht wieder in die absolute Weltspitze zurückkehrt. Doch wo eine Ära aufhört, fängt meistens eine neue an. Der Spieler, der diese allen Anschein nach einläutet, hat am Sonntag seinen vierten Major-Titel gewonnen.
25 Jahre, drei Monate und sechs Tage. Rory McIlroy ist der drittjüngste vierfache Major-Sieger aller Zeiten. Noch jünger waren nur Woods und Jack Nicklaus. Bis zu Nicklaus’ Major-Rekord von 18 Siegen ist es noch ein langer Weg, doch sogar der Rekordhalter persönlich, traut ihm vergleichbaren Erfolg zu. "McIlroy wird zwischen 15 und 20 Majors gewinnen", prophezeite Nicklaus in der vergangenen Woche. Also zu einem Zeitpunkt, wo McIlroy noch gar nicht in der Nähe seines zweiten PGA-Championship-Sieges war. Das nächste Ziel des Nordiren: Mit dem Gewinn beim Masters den Karriere-Grand-Slam perfekt machen. Es wäre nur der nächste logische Schritt.


Nach einer Major-Woche gibt es Gewinner und Verlierer. Rickie Fowler ist sogar beides zugleich. Denn der Amerikaner beendete die PGA Championship als geteilter Dritter und hat es damit in allen vier Major-Turnieren in dieser Saison in die Top fünf geschafft. Dies war zuvor nur Woods und Nicklaus gelungen. Fowler trägt sich also in eine äußerst elitäre und kurze Liste ein. Der Unterschied nur: Er hat im Gegensatz zu seinen beiden Landsmännern bislang keines der vier Major gewinnen können. Überwiegt also mehr die Freude oder das Leid? "Ich bin sehr enttäuscht", sagte Fowler kurz nach der Finalrunde am Sonntag. "Ich hatte das Gefühl, dass ich dieses Mal wirklich hätte gewinnen können. Wenn ich das aber erst mal alles sacken lasse, kann ich glaube ich sehr stolz sein." Mit seinen 25 Jahren hat er definitiv genug Zeit, den spätestens nach dieser Saison verdienten Major-Titel zu holen.

Rory McIlroy (Homepage)

PGA Championship (Homepage)

Valhalla Golf Club (Homepage)

Jason Dufner gewinnt die PGA Championhip am Oak Hill Country Club (12.08.2013)

Rory McIlroy gewinnt die PGA Championship am Ocean Course in Kiawah Island (13.08.2012)

Keegan Bradley gewinnt überraschend die PGA Championship in Atlanta (15.08.2011)

Martin Kaymer gewinnt die PGA Championship in Whistling Straits (16.08.2010)




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