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Henrik Stenson (Schweden) gewinnt die 145. British Open in Royal Troon

Henrik Stenson und Phil Mickelson liefern sich bis zum Schluss ein spannendes Duell auf höchstem Niveau

The Open Champion: Henrik Stenson
17.07.2016 - Der sympathische 40-jährige Schwede Henrik Stenson gewinnt sein erstes Major-Turnier - es ist die Krönung einer langen und erfolgreichen Golf-Karriere.
Kann man besser Golf spielen als Phil Mickelson dies in der Schlussrunde des 145. British Open tat: vier Birdies, ein Eagle und kein einziges Bogey auf dem anspruchsvollen und altehrwürdigen Platz von Royal Troon an der Westküste Schottlands? Kann man ein Turnier nicht gewinnen, an dem man an vier Tagen nur vier Bogeys, aber 19 Birdies und ein Eagle erreicht hat?
Man kann. Nicht der 46-jährige US-Amerikaner gewann das fünfte Major-Turnier seiner langen Karriere, sondern der sechs Jahre jüngere Henrik Stenson das erste seiner Laufbahn. Als erster Schwede der Golfgeschichte und mit dem tiefsten Score (264 Schläge – 20 unter dem Par) und der besten Runde (63 – wie Mickelson am Donnerstag) in der Geschichte aller Majors. Mit einem Schlag Vorsprung war er im letzten Flight mit Mickelson in die Schlussrunde gegangen, fünf Bahnen vor Schluss waren die beiden noch schlaggleich – zuletzt siegte Stenson mit drei Schlägen Vorsprung. Dass er den Sonntag mit einem Bogey begann und Mickelson dank einem gleichzeitigen Birdie den Rückstand in einen Vorsprung verwandelte, schien an ihm einfach abzuperlen.
Zehn Birdies spielte Stenson auf den verbleibenden 17 Spielbahnen, aber nur ein Bogey. Er beging keinen Fehler und nutzte die Chancen auf den Greens auch mit langen Putts gnadenlos. Mickelson, ein Rechtshänder, der linkshändig spielt, musste wieder einmal erfahren, dass an Majors der Leader nach der Startrunde am Schluss selten jubelt. Doch zur Bestätigung dieser Weisheit brauchte es einen Stenson, der über sich hinauswuchs – als Linkshänder, der rechtshändig spielt.

Fight zwischen Stenson und Mickelson

"Ich spürte, dass meine Zeit gekommen war", sagte der Schwede nach dem Gewinn des Claret Jug, der traditionsreichsten Golf-Trophäe. Er habe den Erfolg noch nicht richtig realisiert, sagte er, aber er wusste, dass er "einen großartigen Job erledigt" habe.
Dem Vater von zwei Kindern fehlte in der 18-jährigen Karriere eigentlich nur noch dieser erste Major-Sieg. Er war drei Mal Mitglied des europäischen Ryder-Cup-Teams gewesen, hatte immerhin sieben Mal die Top Ten an Majors erreicht – und 2013 eine Saison mit Rekord-Erfolgen gefeiert. Er gewann den amerikanischen Order of Merit und damit eine Prämie von 10 Millionen Dollar und im gleichen Jahr auch in Europa am meisten Preisgeld, was vor ihm noch keinem Profigolfer gelungen war. Rang 2 am British Open war damals eines der Highlights – er musste in Muirfield nur einem Kontrahenten den Vortritt lassen: Phil Mickelson. Es war das Jahr des glanzvollen Comeback nach einer Krise zwischen 2008 und 2012, die ihn aus den ersten 200 der Weltrangliste rutschen liess.
"Eine 65er-Schlussrunde genügt normalerweise zum Sieg", sagte Mickelson – diesmal nicht. Und der beliebte Amerikaner zeigte sich einmal mehr als fairer Verlierer: "Vielen Dank für diesen großartigen Fight", verneigte er sich vor dem Schweden.

Gescheiterte Favoriten
Stenson und Mickelson spielten in einem der besten Duelle in der Golfgeschichte in einer Liga für sich – der Drittklassierte, der Amerikaner J.B Holmes, benötigte 14 bzw. 11 Schläge mehr als das Spitzenduo. Und die Mehrzahl der im Vorfeld der Open genannten Favoriten hatte mit dem Ausgang des Turniers in Schottland wenig bis nichts zu tun. Am besten stand zuletzt Rory McIlroy da, der sich mit einer starken Schlussrunde von vier Schlägen unter Par noch auf den 5. Rang vorkämpfte. Aber um den Titel spielte der Longhitter nie mit.
Auch noch in die Top Ten schaffte es Dustin Johnson. Nach dem Gewinn des US Open war der auf Position 2 der Weltrangliste vorgestoßene US-Amerikaner für viele Fachleute der grosse Favorit gewesen. Doch mit zwei Double Bogeys und einem Triple Bogey machte er seine vielen Birdies gleich wieder zunichte. Und sein Namensvetter Zach Johnson nahm sich als Titelverteidiger spätestens am dritten Tag nach einer 75er-Runde selber aus dem Rennen – als Zwölfter zuletzt aber noch achtbar klassiert.
Unter den Erwartungen – den eigenen ganz speziell – blieb als 22. auch der Australier Jason Day, die Nummer 1 der Welt, dem die zweiten neun Löcher in Royal Troon gar nicht zusagten: Zwei Double Bogeys und einem Triple Bogey steht auf seiner Scorekarte kein einziges Birdie gegenüber.
Jordan Spieth schließlich setzte seine Serie mittelmäßiger Turniere fort. Bis zum Einbruch am US Masters im April dieses Jahres das fast unbesiegbare Golf-Wunderkind, musste er diesmal froh sein, am Freitag gerade noch den Cut überstanden zu haben.

A propos Cut: Der einzige Österreicher im Teilnehmerfeld Bernd Wiesberger scheiterte deutlich am Cut.


Royal Troon (Homepage)

Henrik Stenson (Homepage)


Zach Johnson gewinnt die Britsich Open in St.Andrew (21.07.2015)

Rory McIlroy gewinnt die British Open in Hoylake (21.07.2014)

Phil Mickelson gewinnt die British Open in Muirfield (21.07.2013)

Darren Clarke gewinnt die British Open in Royal St.Georges (17.07.2011) 

Große Überraschung in St.Andrews: Louis Oosthuizen gewinnt die Open (18.11.2010)

Stewart Cink gewinnt die British Open 2009 in Turnberry im Stechen (19.07.2009)

Padraig Harrington gewinnt die British Open 2008 in Royal Birkdale (20.07.2008)

Padraig Harrington gewinnt die British Open 2007 in Carnoustie im Stechen (22.07.2007)

Tiger Woods gewinnt die British Open 2006 in Royal Liverpool (23.07.2006)


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