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Turnier-Splitter
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Brooks Koepka gewinnt die 100te PGA Championship im Bellerive Country Club in St. Louis

Schon wieder Brooks Koepka: Der zweifache US Open Champion holt sich seinen dritten Major-Titel



13.08.2018 -  Brooks Koepka (USA) ist der erste doppelte Major-Champion innerhalb einer Saison seit drei Jahren - 2015 gewann Jordan Spieth (USA) das Masters Tournament sowie die US Open. Koepka, der zusammen mit Dustin Johnson (USA) die Trainingsbank im Gym drückt, gewinnt PGA Championship am Bellerive Country Club in St. Louis im Bundesstaat Missouri.
Am Ende ist es ein Dreikampf um den Sieg beim letztn Major des Jahres. Brooks Koepka hiält den Angriffen von Adam Scott (Aus) und Tiger Woods (USA) stand und sichert sich bei der 100. Auflage der PGA Championship seinen insgesamt dritten Major-Titel und zweiten in diesem Jahr.
Der 28-Jährige Koepka aus West Palm Beach geht nach Runden von 69, 63 und 66 Schlägen mit zwei Zählern Vorsprung als Führender in den Finaltag und zeigt lediglich mit Bogeys an den Löchern 3 und 4 kleine Schwächen. Eine Birdie-Serie auf den Löchern 7 bis 9 verschafft dem US-Open-Champion von 2017 und 2018 im Bellerive CC aber wieder Luft.


Die Schlusslöcher spielt Koepka souverän wie Woods zu seinen besten Zeiten und kann nach mehreren vergebenen Birdie-Chancen aus kürzeren Putt-Distanzen an den Löchern 15 und 16 noch zwei weitere Birdies lochen. An der 17 greift er das lange Par 5 an, spielt ein sicheres Par, und nach einem weiteren langen, geraden Drive bleibt ihm nur noch eine kurze Annäherung ins letzte Grün. Das Par bringt eine 66er Runde und insgesamt 16 unter Par, die Wanamaker Trophy sowie knapp zwei Millionen Dollar Preisgeld für den Sieg.

Wanamaker Trophy und 2 Mio US Dollar als Preisgeld
"Das ist sehr erfreulich", meint Brooks Koepka und versucht das enge Rennen an der Spitze zu beschreiben. "Wenn man sich die 4 und 5 anschaut, wo ich zwei Bogeys mache - ich denke, zu diesem Zeitpunkt war ich an der Spitze gefesselt. Die Birdies von der 7, 8 und 9 waren eine Art Momentumsverschiebung für mich. Vor allem mit Tiger, der zu diesem Zeitpunkt einen Lauf hatte. Und dann an der Zwölf: Scotty mit Birdie 12 und 13, da wurde es schon sehr eng." Zum Glück habe er auf der Zielgeraden ziemlich gute Schläge gemacht: "An der 15 hatte ich die perfekte Entfernung und dann an der 16 fliegt er wie an der Schnur gezogen direkt ans Loch. Das war wohl einer der besten Schläge, die ich je unter Druck gemacht habe."

Beim Masters noch daheim auf der Couch
Das Masters musste Koepka noch auslassen und konnte sich zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich vorstellen, im Verlauf des Jahres noch zwei Major-Siege zu feiern. "Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich das alles schaffen würde, hätte ich ihn einfach ausgelacht und gesagt, dass es keine Chance gäbe. Es ist wirklich unglaublich - ich kann es noch überhaupt nicht glauben."

Koepka ist mit Bomben-Drives schwer zu schlagen
Natürlich habe er über die Zuschauermenge immer genau gewusst, wo sich Woods befand und was er gerade tat. Der 42-Jährige mit den 14 Major-Titeln im Verlauf der Jahre 1997 bis 2008 auf seinem Konto, war voll da. Und die Menge trug ihn. Sein Start ins Turnier verlief noch ganz schwach mit einem Bogey und einem Doppel-Bogey. Aber Tiger erholte sich und schaffte eine 70, die er mit zwei 66er Runden vor und nach der Gewitterunterbrechung vom Freitagnachmittag unterbieten konnte.
Damit hatte Woods vor dem Finaltag vier Zähler Rückstand auf Koepka und kam ihm am 13. Grün mit seinem sechsten Birdie (bei nur einem Bogey) ziemlich nahe. Ein zweites Bogey von Loch 14 dämpfte das Momentum, wobei Woods an der schweren 15 eine glänzendes Birdie nachlegen konnte. Das lange Par 3 der 16 meisterte er mit einem feinen Eisen-4-Schlag "nur" mit Par, an der 17 (Par 5) rettete er nach einem verzogenen Drive, kurzen Zweiten und Dritten in den Bunker mit einem längeren Putt das Par und an der 18 lieߠer sich nach einem Vier-Meter-Putt mit Break zum Birdie feiern. Zu Recht.
Nach dem letzten Putt ballte Woods die Faust und zeigte offene Freude, obwohl er sich sicher sein konnte, dass es nicht zum Sieg reichen würde. Er hatte alles gegeben, war voll da, unterschrieb mit 64 Zählern die mitunter beste Runde des Tages und konnte sich über den alleinigen zweiten Rang bei 14 unter Par richtig freuen.
"Brooks hat schon in Shinnecock mit bombenmäßigen Drives alles zerlegt. Und dann macht er dasselbe hier", sagte Woods anerkennend. "Ich habe in einer Trainingsrunde mit ihm gespielt und seine Bälle waren bei 300 Metern noch in der Luft. Wenn ein Typ dann noch gerade ist und so gut puttet, ist er schwer zu schlagen."

Seit langem sei er nicht so zufrienden nach einem Turnier gewesen, dass er nicht gewinnen konnte. "Bei der British Open war ich ähnlich nahe dran und sogar kurzzeitig in Führung. Hier bin ich doch nur hinterhergelaufen und musste versuchen, Druck auszuüben und irgendwie ranzukommen. Die Leute hier waren so positiv, die Energie war unglaublich. Es gab keine negativen Kommentare, niemand höhnte, niemand machte abfällige Bemerkungen, alle waren nur sehr positiv. Sie sind aufgeregt, ja. Sie wählen manchmal Seiten, ja. Aber sie waren respektvoll. Ich wünschte, wir könnten jede Woche vor solchen Menschenmengen spielen, weil das eine wahre Freude ist."

Am Cut gescheiterte Stars
Stars wie Sergio Garcia (70+71), Padraig Harrington (71+70), Bryson DeChambeau (71+70), J.B. Homes (73+68), Alex Norén (71+71), Henrik Stenson (73+69), Matthew Fitzpatrick (72+70), John Daly (73+70), Patrick Reed (72+71), Jason Dufner (72+72), Danny Willett (73+71) oder Phil Mickelson (73+71) und Bubba Watsn (70+78) sowie Paul Casey (75+73) hatten den Cut verpasst.


Brooks Koepka (Wikipedia)

Bellerive Country Club (Homepage)

PGA Championship (Homepage)


Justin Thomas gewinnt die PGA Championship in Quail Hallow (13.08.2017)

Jimmy Walker gewinnt die 98. PGA Championship in Baltusrol (01.08.2016)

Jason Day gewinnt die PGA Championship in Whistling Straits (16.08.2015)

Rory McIllroy gewinnt die PGA Championship am Valhalla GC (11.08.2014)

Jason Dufner gewinnt die PGA Championhip am Oak Hill Country Club (12.08.2013)

Rory McIlroy gewinnt die PGA Championship am Ocean Course in Kiawah Island (13.08.2012)

Keegan Bradley gewinnt überraschend die PGA Championship in Atlanta (15.08.2011)

Martin Kaymer gewinnt die PGA Championship in Whistling Straits (16.08.2010)

Y.E. Yang gewinnt die PGA Championship in Hazeltine (16.08.2009)

Padraig Harrington gewinnt die PGA Championship am Oakland Hills Country Club (10.08.2008)

Tiger Woods gewinnt die PGA Championship am Southern Hills Country Club (12.08.2007)

Tiger Woods gewinnt die PGA Championship am Medinah Country Club (20.08.2006)

Phil Mickelson gewinnt die PGA Championship in Baltusrol (15.08.2005)


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