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Turnier-Splitter
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Erster Sieg nach 5 Jahren: Tiger Woods gewinnt die Tour Championship in Atlanta

Tiger Woods krönt sein Comeback mit dem Sieg bei der Tour Championship, Justin Rose holt sich den FedEx Cup

24.09.2018 -  Tiger Woods gewinnt die TOUR Championship am East Lake GC in Atlanta und holt damit seinen 80. Turniertitel auf der PGA Tour. Vor zwölf Monaten hätte wohl kaum jemand damit gerechnet. Tiger wusste damals nicht, ob er nach seiner vierten Rückenoperation überhaupt jemals wieder Golf auf Wettkampf-Niveau spielen würde.

Tiger Woods
Tiger Woods: Traum Comeback
Einbeeindruckendes Comeback, das viele Golfbegeisterte mit Euphorie verfolgten.
Die ersten Ausrufezeichen setzte Tiger Woods beim Arnold Palmer Invitational Mitte März, da mischte er ganz oben mit und hatte schon damals eine Hand an seinem 80. Titel auf der PGA Tour. Dessen nicht genug, führte er am Finalsonntag der British Open in Carnoustie kurzzeitig das Feld an und hatte auch bei der PGA Championship im Bellerive CC ein Wörtchen mitzureden.
Am Ende scheiterte er jeweils an der Konkurrenz sowie an Schwächen im eigenen Spiel. Sei es ein kalter Putter, misslungene Chips oder verzogene Drives. Sein bestes Golf blieb ihm in den entscheidenden Situationen verwehrt. Dennoch verdiente er sich mit seinen Leistungen den 20. Platz im FedExCup und einen Startplatz bei der Tour Championship. Allein das war ein großer Erfolg für Woods, der seiner langen Liste an Erfolgen dieser Saison aber noch gerne das i-Tüpfelchen aufsetzen wollte. Mit einem Sieg im Comeback-Jahr.

Das Beste kommt zum Schluss - Tiger wie in alten Zeiten
Ausgerechnet beim letzten Turnier der Saison sollte Tiger endlich das zeigen, worauf die Golfwelt so lange gewartet hatte: die Tigerfaust und die spektakulären Schläge. An jedem einzelnen Tag führte er das Feld der Tour Championship an und distanzierte die Verfolger schließlich mit einer magischen 65 am Moving Day, um mit drei Schlägen Vorsprung in die Finalrunde zu starten.
Alle Statistiken sprachen für den 80. Sieg von Tiger Woods. Sei es seine fast makellose Bilanz von 42 Siegen bei 44 Turnieren, in denen er als Führender in eine Finalrunde ging. Oder die 100-prozentige Siegesquote, ging er mit drei oder mehr Schlägen Vorsprung in die Finalrunde eines PGA Tour Events. Doch alle fragten sich: War Woods wirklich schon soweit für seinen 80. Sieg auf der PGA Tour? Hielt sein Nervenkostüm und vor allem sein Spiel dem Druck stand?
Nach wenigen Schlägen in der Finalrunde der Tour Championship stand fest: Tiger Woods war soweit! Mit einem Birdie in den Tag gestartet, dominierte er das Feld wie in alten Zeiten und ließ seine Verfolger nie wirklich nah an sich heran. Nach einem perfekt platzierten Abschlag auf dem abschließenden Par 5 konnte sich Woods ein breites Lächeln nicht verkneifen. Das Comeback war perfekt. Mit einem Par auf dem 18. Grün gewann Tiger Woods mit der Tour Championship seinen 80. Titel auf der PGA Tour.

Fast geweint am 18. Grün

"Ich tat mich wirklich schwer, auf dem 18. Grün nicht zu weinen", sagte ein emotionaler Champion, den man so in der Vergangenheit selten gesehen hat. Auf dem Weg vom Grün konnte er sich vor Glückwünschen kaum retten. Sei es von Mitspieler Rory McIlroy, Caddie Joe LaCava, Justin Rose, Justin Thomas oder all den anderen Spielern, die Spalier standen, um Woods in den Reihen ihrer Sieger zurück zu begrüßen. Alles untermalt vom ohrenbetäubenden Lärm tausender Fans, die den East Lake Golf Club in "Tiger, Tiger, Tiger" Chöre tauchten.
Und wenn man sich den Woods der vergangenen Monate vor Augen führt, kann man sich nicht vorstellen, dass das Ende der Fahnenstange für ihn damit erreicht ist. Selbst der Rekord von Jack Nicklaus von 18 gewonnen Majors scheint vielleicht nicht in greifbarer Nähe, aber doch möglich.

Justin Rose macht Entscheidung um FedExCup spannend

Justin Rose
Dass es am Ende noch einmal richtig spannend wurde bei der Vergabe des FedExCups, lag allerdings weniger am Verdienst von Woods als vielmehr dem Versagen der Nerven von Justin Rose. Der frischgebackene Weltranglistenerste musste eigentlich nur seine Position auf dem Leaderboard verteidigen. Doch nach den ersten Neun, auf denen die konservative Taktik von Rose aufzugehen schien, wurde er auf den Back Nine ein ums andere Mal bestraft. In erster Linie für verzogene Abschläge.
Nur vier Spielbahnen traf Rose in der Finalrunde der Tour Championship. Bei dem dichten und knöchelhohen Bermuda-Rough des East Lake Golf Clubs ein Fehler, der sofort bestraft wird. Mit Bogeys auf den Löchern 11, 14 und 16 verlor der Engländer Stück um Stück nicht nur den Anschluss zu Woods, er wurde auch von den deutlich besser Spielenden hinter ihm eingeholt; allen voran Rickie FowlerBilly Horschel und Dustin Johnson.
Mit einem finalen Birdie auf dem abschließenden Par 5 spielte sich Rose schließlich im letzten Moment zurück in die geforderten Top 5 des Leaderboards, um den FedExCup und die FedEx Cup Siegerprämie in Höhe von 10 Millionen Dollar für sich zu entscheiden.



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