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Spielbericht Golfclub Swarco Amstetten Ferschnitz

Ein ordentlicher Platz im niederösterreichischen Mostviertel

Das Clubhaus des GC Swarco Amstetten
März 2008  Der Golfplatz des GC Swarco Amstetten Ferschnitz liegt im Westen Niederösterreichs verkehrstechnisch günstig nur wenige Kilometer von der Westautobahn A1 Autobahnabfahrt Amstetten Ost entfernt. Fahren Sie beim Kreisverkehr gleich an der Abfahrt aber nicht dem grünen Golf Hinweisschild nach - dann kommen sie nämlich zum Platz des GC Schloss Ernegg - sondern fahren Sie Richtung Amstetten weiter. Nach einigen Kilometern kommt der nächste große Kreisverkehr, an dem dann Ferschnitz angeschrieben ist. Der Golfplatz liegt am Ende der Ortschaft rechts oberhalb der Straße auf einer Anhöhe. Von Wien müssen Sie mit einer Fahrzeit von gut einer Stunde mit dem Auto rechnen.

Landschaftlich wunderschön im Alpenvorland gelegen


Die 18-Loch Anlage des GC Swarco Amstetten-Ferschnitz liegt im Voralpengebiet in der
Infotafeln mit Mostbirnen-Info
wunderschönen sanften Landschaft des Mostviertels. Das Clubhaus dürfte eine Art ehemaliger Gutshof sein. Die ersten neun Löcher (dies sind die im Jahr 2001 neu dazugekommenen Löcher) verlaufen im Freien zwischen Obstbäumen. Die Back-Nine liegen oberhalb des Clubhauses und haben eher den Charakter eines Parklandkurses mit Fairways, die sich aneinanderschmiegen. Leider blühen Mitte März noch keine Obstbäume - ich kann mir aber gut vorstellen, dass der Platz zur zeit der Birnenblüte ein optischer Leckerbissen sein muss.
Der Platz ist leicht hügelig aber durchaus zu Fuß bespielbar. Jedes der 18 Löcher hat eine (Most-)Birnensorte als Namensgeber, etwa Rosenhofbirne (Loch 3), Gelbmostler (Loch 5) oder Amstettner Mostbirne (Loch 10), dazu gibt es eine Kurzbeschreibung der jeweiligen Birnensorte, deren Erntezeit und den Charakter der Birne. Ich finde, dass ist eine sehr gute Idee und passt ideal zur Region Mostviertel.

Freunderlwirtschaft mit fix reservierten Parkplätzen rund ums Clubhaus

Einer der vielen reservierten Parkplätze
Wenn man vom Ort Ferschnitz kommend Richtung Golfplatz abbiegt, wird man gleich  per Schild gebeten, den unteren Parkplatz zu benützen, weil "das Parken beim Clubhaus nicht erwünscht" ist. In der Tat gibt es rund ums Clubhaus, dass etwa 200 m weiter oben liegt, wenig Parkplätze und vor allem keine freien, weil alle (!) Parkplätze mit Tafeln reserviert sind. Vom Präsidenten über den Gründungspräsidenten bis hin zu Kommerzialräten, Ingineuren und diversen Familien habe ich 18 (!) mit solchen Tafern reservierte Parkplätze rund ums Clubhaus gezählt.  Das halte ich für einen Overkill. Das der Vorstand und die Clubmeister einen reservierten Parkplatz haben, das kennt man ja bei uns und das ist auch in Großbritannien und Irland so üblich. Aber gleich 18 Plätze zu reservieren halte ich für kein gutes Zeichen für Gäste. Mein erster Gedanke: "Mein Gott, die haben sich da ja ums Clubhaus herum mit verdienten Mitgliedern eingebunkert, wie werden die mit Greenfee-Gästen umgehen ?" Gott sei Dank hat sich meine Befürchtung dann allerdings nicht bestätigt. Die Dame im Sekretariat ist sehr kundenorientiert und sympathisch.

Ein ordentlicher Platz

Tee 5, darunter Grün 4 (jeweils Par 4)
Der Platz selbst ist für Anfang März schon in einem guten Pflegezustand, die Grüns sind allerdings noch etwas langsam, was anfangs sehr gewöhnungsbedürftig ist. Die Front-Nine zeichnen sich durch breite Fairways aus, die maximal von einzelnen Bäumen begrenzt werden. Das Design ruft förmlich nach dem Driver beim Teeshot. Auch wenn man den Abschlag mal verzieht, hat man in Ferschnitz gute Chancen, ohne Schlagverlust davonzukommen. Erstens ist um diese Jahreszeit das Gras (Rough) noch sehr nieder und zweitens gibt es kaum Wald oder Wasserhindernisse.
Erwähnt seien hier die beiden Par 4 Löcher 4 (365m von weiss) und 5 (364m), die mit Index 3 bzw. 1 zu den schwierigsten Löchern des Platzes zählen. Loch 4 spielt sich bergab auf ein Grün hinter einem Bach, über dem eine Steinbrücke führt, die offensichtlich der Swilcan Bridge in St.Andrews nachempfunden ist. Loch 5 führt dann parallel dazu wieder den Hügel hinauf.
Grün 9 mit dem Clubhaus
Es ist das schwierigste Loch am Platz. Die Teeboxen liegen erhöht und links lauert in der Drivelandezone der Wald. Für mich eines der schönsten Löcher in Ferschnitz.
Die Front-Nine führen wieder zurück zum Clubhaus, ehe dann die Back-Nine in Angriff genommen werden. Wie schon erwähnt haben die Back-Nine eher Parklandkurs-Charakter. Einige Fairways liegen parallel aufgefädelt, getrennt durch Baumreihen. Jetzt kommen plötzlich auch Wasserhindernisse ins Spiel. Teilweise sieht man von hier zurück nach Ferschnitz mit der Kirche im Mittelpunkt. Zwei der Löcher der Back-Nine passen nicht so recht zu den restlichen sieben: Es sind dies die Löcher
Fairway 18 mit Blick auf Ferschnitz
14 und 15, zwei Par 3 Löcher, die in den Wald hinein (Loch 14) bzw. wieder aus dem Wald heraus  (Loch 15) führen. gemeinsam mit dem vorher beschriebenen Loch 5 wähle ich Loch 14 zum schönsten auf dem Platz, obwohl es eigentlich gar nicht typisch ist für diesen Kurs, der eigentlich durch offene und weite Löcher charakterisiert ist. Die Schlusslöcher 16, 17 und 18 (Par 4, Par 4, Par 5) sind typische Parklandfairways auf dem Hang oberhalb des Clubhauses. Bei allen drei Löchern kommt Wasser ins Spiel, insbesondere auf Loch 18 der Teich vor dem Grün oberhalb des Clubhauses.



Riesige Steine als Entfernungsmarker

Steine als Entfernungsmarker
Sehr positiv aufgefallen sind mir übrigens die Entfernungsmarkierungen (150m, 100m). Diese sind in Ferschnitz keine gewöhnlichen Pflöcke, sondern Steine am Fairwayrand mit einem Durchmesser von rund einem Meter. Das ist einerseits sehr originell und andererseits aber auch sehr hilfreich, weil man die riesigen Steine schon von weitem sieht.
Der Platz erinnert mich sehr stark an den Platz des 1.NÖ GC St.Pölten (früher GC Schloss Goldegg), weil auch dort die Back-Nine im freien Gelände durch Obstgärten und Wiesen führen und dann die Back-Nine durch den Schlosspark.   


Zusammenfassung

Der Platz in Amstetten Ferschnitz ist insgesamt ein gelungener Platz und jedenfalls einen Besuch wert. Der Platz liegt ca. eine Autostunde von Wien entfernt in der wunderschönen Landschaft des Mostviertels im Alpenvorland mit sanften Hügeln. Der Platz kommt ohne spektakuläre Löcher aus, breite Fairways laden zum Driven ein. In dieser Grünruhelage könne sie der Leidenschaft Golf ohne lästige Lärmbelästigung frönen und aus dem Vollen schöpfen, weil der Platz mit einer Vielfalt von Herausforderungen aufwartet.

Zertifikat aus der Sicht eines Greenfee-Gastes:

Anreise
2
Landschaft
1
Clubhaus
2
Personal Sekretariat
1
Übungsanlagen
n.g.
Platzdesign
2
Pflegezustand
1
Restaurant
n.g
Wohlfühlfaktor
2
Preisleistungsverhältnis
2
TOTAL
1,63


(Schulnotensystem)

n.g. nicht getestet



Golfclub Swarco Amstetten Ferschnitz


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