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Manuel Trappel holte ersten Golf-EM-Titel für Österreich

Riesenerfolg bei der Internationalen Amateur EM der Herren


06.08.2011  Manuel Trappel sorgt für die Überraschung auf Golf-Amateurebene. Der 21-jährige Vorarlberger wird in Halmstad, Schweden nach einem Playoff-Sieg über den Engländer Steven Brown als erster Österreicher Einzel-Europameister. Nach vier Runden sind die beiden Kontrahenten mit jeweils 278 Schlägen gleichauf gelegen.

Sohn von Weltcup-Skirennläuferin Ingrid Eberle

Der in Innsbruck lebende und Wirtschaftsrecht studierende Bregenzer, Sohn der ehemaligen Weltcup-Skirennläuferin Ingrid Eberle (1980 in Lake Placid Olympia-Dritte in der Kombi), krönt damit ein schon bisher höchst erfolgreiches Jahr. Im Juni hatte er die Nationalen Offenen Meisterschaften in Finkenstein gewonnen und dabei auch alle teilnehmenden Professionals geschlagen. Erst vergangene Woche musste er sich bei den Internationalen Österreichischen Amateur-Meisterschaften im GC Adamstal erst im Stechen geschlagen geben.
Aus Schweden nahm Trappel dafür freudestrahlend jenen Pokal für ein Jahr mit nach Hause, in den so prominente Namen wie Sergio Garcia (Spanien) oder Rory McIlroy (Nordirlad) eingraviert sind. Sergio Garcia hat 1995 gewonnen. Rory McIlroy ist 2006 Amateur-Europameister geworden, der Nordire hat heuer im Juni mit den US Open im Congressional Country Club sein erstes Major gewonnen. Zuletzt bester Österreicher bei der Amateur EM war Florian Prägant 2005 als Vierter.

"Von heute auf morgen gibt es solche Erfolge natürlich nicht", sagt ÖGV-Präsident Franz Wittmann. "Da stecken vier, fünf Jahre gute, harte Arbeit dahinter." Seit 2006 steht Wittmann, der zwölfmal Rallye-Staatsmeister war, dem Golfverband vor, vor zweieinhalb Jahren hat er den ehemaligen Profigolfer Niki Zitny als sportlichen Leiter installiert. Zitny setzt ein professionelles Trainerteam mit den Schweden Fred Jendelid und Anders Forsbrand an der Spitze ein, lässt den jungen Golfern aber genug persönliche Freiheit. "Die Individualität ist der springende Punkt."

So hat sich Trappel nicht nur dank Jendelid, sondern auch mit seinem irischen Privatcoach Justin Brink verbessert. Die Abgeklärtheit des Bregenzers hat Zitny von jeher begeistert. Bei der EM musste Trappel auf 72 Löchern bloß fünf Bogeys hinnehmen. "Er macht kaum Fehler", sagt Zitny.

Startplatz bei den British Open 2012

Für Österreichs Golfsport ist dies nun auf dem Amateur-Einzelsektor bei den Herren der bisher größte Erfolg. „Es war eine Wahnsinns-Woche. Ich hab‘s noch nicht realisiert, aber für den Moment bin ich sehr zufrieden“, sagt Trappel. Für seinen historischen Erfolg - die erste EM-Medaille für Österreich glänzte gleich in Gold - wird er auch mit einem Startplatz bei den British Open 2012 belohnt. Er ist damit der erst dritte Österreicher nach Markus Brier und Martin Wiegele, der beim ältesten Major der Welt teilnimmt.


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