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Webb Simpson gewinnt die US Open im Olympic Club in San Francisco

Erster Major-Sieg für den 26-Jährigen Amerikaner

18.06.2012  Webb Simpson (USA) gewinnt bei der US Open am superschweren Platz des Olympic Club in San Francisco, Kalifornien seinen ersten Major-Titel. Graeme McDowell (Nordirland) und Jim Furyk (USA) - die beiden Ex-US Open Sieger, die als Führende im Schlussflight in die Finalrunde gehen - können Webb Simpson nicht Paroli bieten.

Webb Simpson setzt sich am Wochenende weitgehend unbeachtet an die Spitze

Webb Simpson hatte bereits seine Scorekarte mit dem Endergebnis +1/281 (72+73+68+68) unterschrieben und einem amerikanischem TV-Sender ein kleines Interview gegeben, als er zusammen mit seiner Frau auf einer Bank in der Umkleidekabine Platz nahm. Beide blickten gespannt auf einen Fernsehschirm. Simpson war im viertletzten Flight auf die Schlussrunde gegangen, der Tag begann für ihn vier Schläge hinter der Spitze. Gut vier Stunden später hatte sich das Blatt gewendet. Der gläubige Amerikaner spielte im nebeligen Olympic Club eine 68, zwei unter Par, und war auf einmal der Clubhausführende.

Jim Furyk beisst in den Schaft seines Wedges

Jim Furyk (USA) verspielte ebenso seinen zweiten US Open Titel...
Im Fernsehen sah er, wie die Spieler im Schlussflight mit Jim Furyk und Graeme McDowell die letzten Löcher relativ schwach spielten. Jim Furyk - der US Open Champ 2003 im Olympia Fields Country Club, Illinois - schien überhaupt komplett von der Rolle zu sein, auch Graeme McDowell (US Open Champ 2010 in Pebble Beach) war weit weg von seiner Normalleistung. Beide benötigten am letzten Loch ein Birdie für ein Stechen. G-Mac - so der Spitzname von Graeme McDowell -  hatte sich dazu auf dem Par 4 mit einer soliden Annäherung eine realistische Chance erarbeitet und puttete aus gut fünf Metern, um zur Spitze aufzuschließen. Jim Furyk biss dagegen in den Schaft seines Wedges, als er merkte, wie sein zweiter Schlag in den linken Grünbunker flog. Der Ball hatte sich sogar eingebohrt. Und Furyk brachte den Versuch aus dem Sand nicht einmal auf das Grün. Am Ende wurde es ein Bogey. Die Hoffnung auf den zweiten US-Open-Titel nach 2003 war endgültig dahin. Blieb noch McDowell. Doch auch der Putt des Nordiren lief mehr oder weniger klar am Loch vorbei. Und so stand Simpson, 26, als Sieger der 112. US Open im Olympic Club von San Francisco fest. 

"Es war einfach nur nervenaufreibend vor dem Fernseher", erklärte Webb Simpson mit dem Siegerpokal in der Hand. "Ich weiß, was Jim und Graeme für Spielertypen sind, sie haben schließlich beide schon Majors gewonnen. Ich habe erwartet, dass es eng wird, wenn sie ins Clubhaus kommen. Bei Graemes Putt dachte ich schon, er hätte eine gute Chance, einzulochen. Ich könnte gerade nicht glücklicher sein."

Der erste Major-Titel kommt nicht wirklich überraschend. Simpson spielte eine glänzende vergangenes Jahr, gewann zwei PGA-Events ( darunter auch die Deutsche Bank Championship im Rahmen der Fedex Playoff Turniere) und wurde darüber hinaus sowohl in der Geldrangliste als auch im FedEx-Cup Zweiter. Auch 2012 gab es einige erfreuliche Ergebnisse zu vermelden, auch wenn bis zum 17. Juni noch kein Sieg dabei war.

"Es gibt so viele große Spieler, die Majors gewonnen haben. Letztes Jahr habe ich auf meinen ersten PGA-Titel gehofft, dass der zweite gleich ein paar Wochen später kommt, hätte ich nie erwartet. Ich hatte schon das Selbstvertrauen, zu sagen, dass ich einmal ein Major gewinnen kann, aber so schnell hätte ich es nicht für möglich gehalten."

Graeme McDowell hadert
... wie Graeme McDowell (Nordirland)

Graeme McDowell wusste unmittelbar nach seiner Runde noch nicht ganz, ob er glücklich oder traurig sein sollte. "Ich habe gerade gemischte Gefühle. Natürlich bin ich enttäuscht und leer, aber irgendwie auch stolz. Gerade überwiegt noch die Frustration. Ich habe heute nur drei Fairways getroffen. Das ist eine US Open, so etwas sollte man nicht machen." Dennoch zog der US Open Sieger von 2010 in Pebble Beach ein positives Resultat. "Mir hat die Woche gezeigt, dass ich weitere Major-Turniere gewinnen kann. Die letzten Wochen waren sehr enttäuschend. Aber ich wusste tief in mir, dass mein Spiel besser ist, als es die Ergebnisse zeigen."

Jim Furyk fehlen die Worte

Flightpartner Jim Furyk dagegen konnte die Enttäuschung über die verpatzte Finalrunde nicht verbergen. "Ich weiß gerade nicht, wie ich das in Worte fassen soll", erklärte Furyk. "Ich hatte meine Chancen und der Titel war so nah. Auch den zweiten Neun wollte ich mich vom Feld distanzieren, um das Turnier sicher zu gewinnen. Aber das ist mir leider nicht gelungen." Vor allem die zwei Bogeys auf den vermeintlich leichteren drei Schlusslöchern machten dem Amerikaner zu schaffen. "Ich habe eigentlich ziemlich gut gespielt, bis auf die letzten drei Löcher. Die Bahnen 70 bis 72 des Turniers haben mich um den Titel gebracht. Das darf mir nicht passieren." Furyk, 42, beendet die US Open auf dem geteilten vierten Platz mit Padraig Harrington (Irland), David Toms, Jason Dufner und John Peterson (alle USA).


Ernie Els (Südafrika) hat im Verlauf seiner Karriere bereits zwei US-Open-Titel erringen können (1994 in Oakmont, Pennsylvania und 1997 im Congressional Country Club in Bethesda, Maryland). Weit entfernt vom dritten war der Südafrikaner im Olympic Club nicht. Ein Eagle auf dem siebten Loch brachten ihn sehr nahe an die Spitze. "Ich bin schon enttäuscht", bilanzierte der große Südafrikaner. "Ich hatte eine Chance heute. Meine Eagle hat mich nach vorne gebracht, aber dann habe ich die zwei Schläge gleich wieder hergegeben." Els beendet das Turnier mit einer 72 auf Position neun. Tiger Woods' (USA) Ambitionen auf den ersten Major-Titel seit vier Jahren hatten sich am Sonntag schon nach drei Löchern erledigt. Der Amerikaner startete mit zwei Bogeys und einem Doppelbogey und kam am Ende nicht über Rang 21 hinaus.

US Open (Homepage)

The Olympic Club (Homepage)

Rory McIlroy gewinnt die 111. US Open im Congessional Country Club (20.06.2011)

Graeme McDowell gewinnt die 110. US Open in Pebble Beach (21.06.2010)

Lucas Glover gewinnt die US Open in Bethpage Black (22.06.2009)

Tiger Woods gewinnt die US Open in Torrey Pines im Stechen (17.06.2008)


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